Zu den E-Mail-Kursen: nach unten scrollen "Martin Selle kennt die geschriebenen und![]() die ungeschriebenen Regeln des Schreibens. Er zeigt Ihnen, was Sie tun müssen, um das Schreiben zu erlernen und hilft Ihnen dabei. Roman, Film, Bühne oder Sachtext: Wer Schreiben lernen und vertiefen will, ist hier genau richtig - ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi. Diese Kurse und Bücher bieten Praxis pur." (Daniel Pascal, Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur, Produzent - www.pascal-productions.at)
ErzähltechnikenPlus+TM ist der praxisorientierte Schreibkurs, In diesem Kurs sehen wir uns an, wie Sie Ihre Geschichte, also die Schauplätze, Gegenstände, Gedanken, Gefühle und Aktionen durch Worte in lebendige Bilder verwandeln - zeigen. Schreib-Formel 1: Wie zeigen Sie Ihre Geschichte dem Leser? Sie lassen die Geschichte direkt vor den Augen des Lesers passieren. So, als säße dieser im Theater und sieht das Geschehen auf der Bühne unmittelbar vor sich. Hinweis: Der Leser von heute ist durch Fernsehen und Film gewohnt, Geschichten „live" zu sehen. Viele Verlage lehnen Manuskripte ab, weil die Geschichte erzählt und nicht gezeigt wird. Autoren neigen gerne zum Erzählen (Informieren) wenn sie
Schreib-Formel 2: Welche Möglichkeiten gibt es, um mit Worten beim Leser Bilder und Gefühle entstehen zu lassen? Beim Schreiben unterscheiden wir grundsätzlich drei Darstellungsarten des Geschehens:
Die Beschreibung von Figuren nennt man Charakterisierung. Mit dem detaillierten Zeigen von Figuren befasst sich der Intensivkurs FigurenPlus+TM. Wir streifen das Thema nur, es würde den Rahmen dieses Kurses sprengen. Hier befassen wir uns mit dem Sichtbarmachen von Orten (Schauplätzen), Gegenständen, Gedanken und Gefühlen und Aktionen. Hinweis: Vermeiden Sie lange Ortsbeschreibungen. Sie verzögern (bremsen) den Fortschritt der Geschichte. Der Leser von heute überspringt solche Textstellen oder legt das Buch überhaupt zur Seite. Zusammenfassende Textpassagen schildern, was jenseits des Handlungsortes geschieht. Das, was der Leser nicht sehen und hören kann, was sich - bildlich gesprochen - hinter einer verschlossenen Tür oder hinter der Theaterbühne abspielt. Die direkte Szene zeigt, was sich unmittelbar vor den Augen des Lesers abspielt, was er auf der Bühne sieht oder wenn Sie die verschlossene Tür öffnen. Sie zeigen die Szene, wie sie sich vor den Augen der Figur abspielt, aus deren Blickwinkel. Szene ist unmittelbar gezeigte Handlung. Es ist wichtig, diese drei Elemente des Schreibens auseinanderzuhalten. Verfassen Sie deshalb zu jedem Begriff Ihre persönliche Kurzdefinition, die sich Ihnen leicht einprägt: Wechseln Sie jetzt bitte zum Arbeitsblatt „Erzähltechniken" und formulieren Sie Ihre persönlichen Kurzdefinitionen von „Beschreibung", „Zusammenfassung" und der „direkten Szene". Suchen Sie nach einer griffigen Formulierung, die Sie sich leicht merken. Hier sind meine Kurzdefinitionen: Bevor wir nun erarbeiten, wie Sie gekonnt zeigen, bitte ich Sie um Folgendes: Wechseln Sie zum Arbeitsblatt „Erzähltechniken" und beschreiben Sie in der Rubrik „Beschreibung - Heruntergekommene Bar 1" diese Spelunke. Wir kommen später auf diese Beschreibung zurück. Eine Möglichkeit, zu zeigen, besteht darin, das, was eine Figur sieht, hört, riecht, spürt, schmeckt und denkt, durch Handlung sichtbar zu machen. Ein Beispiel aus einem Buch einer meiner Studentinnen: Willard war alt, sein Gesicht faltig, seine Augen jedoch wach wie eh und je. Das ist eine leblose Beschreibung. Vor dem Auge des Lesers entsteht kein Bild, weil Handlung fehlt. Willards schwarzes Haar war im Laufe der Jahre ergraut und fiel nur mehr spärlich in seine Stirn. Tiefe Furchen gruben sich in sein Gesicht, sein Rücken krümmte sich schmerzlich, wenn er wackelig einen Fuß vor den anderen setzte, doch seine Augen musterten die Umgebung hellwach wie eh und je. Jetzt sieht der Leser Bilder, weil die Begriffe „alt", „faltig" und „wach" durch Handlung ausgedrückt (gezeigt) werden: Das schwarze Haar ergraut (= Alter), fällt spärlich in die Stirn (= Alter), Furchen graben sich in das Gesicht (= faltig), der Rücken krümmt sich schmerzlich (=Alter) bei den wackeligen Schritten (= Alter), die Augen mustern die Umgebung hellwach (= Wachsamkeit). In diesem Beispiel ist alles in Handlung dargestellt: Haare ergrauen und fallen in die Stirn, Furchen graben sich ins Gesicht, der Rücken krümmt sich, ein Fuß wird vor den anderen gesetzt, die Augen mustern die Umgebung. Schreib-Formel 3: Hier noch ein Beispiel aus einem Krimi eines meiner Studenten: Vorher: erzählend, informierend: Lucy war nervös. Nachher: handelnd, zeigend: Lucy wischte sich den Schweiß von der Stirn. Der Leser sieht, was sich vor seinen Augen abspielt. So sollte es sein. (Natürlich ist „Schweiß von der Stirn wischen" ein Klischee, das Sie meiden sollten.) Wechseln Sie nun zum Arbeitsblatt „Erzähltechniken" und formen Sie die Beschreibungen in der Rubrik „Zeigen durch Handlung" in bildliche Handlung um. Diese Technik können Sie auch zum Zeigen von Orten und Schauplätzen verwenden. Hier die Ortsbeschreibung einer Studentin: Das Gebäude war riesig und hatte vier Ecktürme. Keine Handlung. Weder des Gebäudes noch der Ecktürme. Das ist eine recht allgemeine Beschreibung (Gebäude). Ein Gebäude kann vieles sein. Von der einfachen Holzhütte bis zum Herrenhaus. Uns so las sich der Satz in Handlung aufgelöst: Die Backsteine der viktorianischen Villa leuchteten feurig in der Abendsonne, vier Ecktürme reckten sich wie Finger in den Himmel. Jetzt visualisiert der Leser. Und noch ein Beispiel aus einem meiner Seminare. Eine Person betritt den Salon einer Villa ...
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